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Fast vergessen aber nun ist der Maikäfer wieder da

06.07.2017 - admin

Der kräftige, braune Blatthornkäfer lässt sich wieder in Wäldern und Gärten blicken.

Seit einer ganzen Weile ist es deutlich sichtbar, dass Blätter an- oder auch kahl gefressen sind.
Die üblichen Verdächtigen fallen weg, denn es sieht irgendwie anders aus.

Des Rätsels Lösung ist ein fast vergessenes Krabbeltier - der Maikäfer.

der Maikäfer ist ein brauner Blatthornkäfer

Nach getaner (Fortpflanzungs-) Arbeit sterben die Käfer und so ist der Übeltäter zum Vorschein gekommen. Zum Glück waren nur einige Tiere zu finden. Bei den großen Maikäferplagen krabbelten die braunen Käfer in Scharen an den kahl gefressenen Ästen.

Der Waldmaikäfer bevorzugt Eichen und Buchen aber der Feldmaikäfer zieht den Obstbaum vor und hält so Einzug in den Garten. Der 6-wöchige Reifefraß ist allerdings nicht das größte Problem, denn die kahl gefressenen Bäume erholen sich meist und bilden neue Triebe und Blätter aus.
Den weitaus größeren Schaden richten die Engerlinge an. Die Maikäferlarven leben 4 Jahre im Boden und ernähren sich von Wurzeln. Schon 2-3 Engerlingen pro Quadratmeter verursachen verheerenden Schaden bei Jungbäumen.

Das Absammeln der Käfer war lange Zeit die einzige Möglichkeit die Maikäferplage zu bekämpfen. Durch das Einsetzen von chemischen Bekämpfungsmitteln ist der Maikäfer jedoch fast vollständig verschwunden.
Daher kennen viele Menschen den großen Käfer gar nicht mehr und bezeichnen fälschlicherweise den leuchtend roten Marienkäfer als Maikäfer.

Mal überlegen ... da war doch ’was ... ja genau, zum Osterfest gibt es neben dem gepunktetem Marienkäfer auch noch die unscheinbare braune Ausführung bei den Schokofiguren.
Und natürlich kennen wir die Geschichte von Max und Moritz, die Maikäfer von den Bäumen schütteln und für den nächsten Schabernack in einer Tüte sammeln.

Es ist tatsächlich so, dass die Maikäfer durch Wind oder auch durch schütteln am Baum oder Ast sofort herab fallen. Liegt der plumpe Käfer dann auf dem Rücken, so hat er viel Mühe wieder auf die Beine zu kommen. Hat er es nach langem Zappeln mit den Beinen geschafft sich zu drehen, startet er wieder, um seiner Lieblingsbeschäftigung, Blätter fressen, zu frönen.

Es dauert eine Weile bis der Maikäfer sich aus der Rückenlage befreien kann

Es wird zwar in einem Kinderlied besungen (Maikäfer flieg) aber die Fortbewegung durch die Lüfte wirkt eher träge. Vor dem Start schlägt er einige Male mit den Flügeln und erhebt sich schwerfällig. Laut brummend fliegt er los  - allerdings nur kurze Stücke bis zum nächsten Ast.

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